Ratgeber · Online-Kurs

Online-Kurs verkaufen: Vom fertigen Kurs zu den ersten Käufern.

Von Björn FischerStand Oktober 20266 Minuten Lesezeit

Dein Kurs ist fertig, die Videos sind aufgenommen. Jetzt fehlt der Weg zu den Menschen, die ihn kaufen. Hier steht, welche Bausteine Du brauchst, wie sie zusammenarbeiten und woran es meistens hakt.

Kurz gesagt

Um einen Online-Kurs zu verkaufen, brauchst Du vier Bausteine, die zusammenarbeiten: eine Verkaufsseite, die zeigt, für wen der Kurs ist und was er verändert. Einen Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder Upay. Einen Mitgliederbereich, in den Käufer automatisch Zugang bekommen. Und eine E-Mail-Liste, über die Menschen Dich vor dem Kauf kennenlernen.

1. Bevor Du verkaufst: Für wen ist Dein Kurs?

Ein Kurs verkauft sich, wenn ein Mensch beim Lesen denkt: Das bin ich. Dafür braucht es drei klare Antworten. Für wen ist der Kurs? Was ist bei diesen Menschen gerade schwer? Und was ist nach dem Kurs anders?

Ein guter Test: Kannst Du in einem Satz sagen, wem Dein Kurs hilft und wobei? „Für Hebammen, die ihre Geburtsvorbereitung online anbieten wollen und nicht wissen, wie sie Kurs und Technik zusammenbringen“ ist so ein Satz. „Für alle, die sich weiterentwickeln wollen“ ist zu weit. Je genauer der Satz, desto leichter fallen Verkaufsseite, Mails und Preis.

2. Die vier Bausteine, die zusammenarbeiten

Technisch besteht der Verkauf eines Online-Kurses aus vier Teilen. Jeder für sich ist schnell eingerichtet. Die eigentliche Arbeit liegt darin, sie so zu verbinden, dass nach dem Kauf alles von selbst läuft.

01

Verkaufsseite

Erklärt, für wen der Kurs ist, was er verändert und was er kostet. Führt zu einem Kaufknopf.

02

Zahlung

Ein Anbieter wie Digistore24 oder Upay nimmt das Geld an, verschickt die Rechnung und meldet den Kauf weiter.

03

Mitgliederbereich

Hier liegen Videos, Arbeitsblätter und Termine. Käufer bekommen den Zugang automatisch, zum Beispiel über unseren hauseigenen Mitgliederbereich, den wir für Dich entwickelt haben.

04

E-Mail-Liste

Über Dein E-Mail-Tool lernen Menschen Dich vor dem Kauf kennen. Nach dem Kauf begleitest Du sie durch den Kurs.

3. Die Verkaufsseite: Was draufgehört

Die Verkaufsseite beantwortet die Fragen, die sich Deine Menschen vor dem Kauf stellen. In dieser Reihenfolge funktioniert sie für die meisten Kurse:

  1. Eine Überschrift, die das Ergebnis des Kurses nennt, in den Worten Deiner Menschen.
  2. Die Situation vorher, einmal ehrlich beschrieben und dann stehen gelassen.
  3. Was im Kurs passiert: Module, Ablauf, Umfang, Begleitung.
  4. Wer Du bist und warum Du diesen Kurs gibst.
  5. Stimmen echter Teilnehmer, mit Namen und am besten mit Foto.
  6. Der Preis, klar und vollständig, dazu was genau enthalten ist.
  7. Die Fragen und Zweifel, die sich jemand vor dem Kauf stellt, mit Deinen Antworten.
  8. Ein Kaufknopf, der zum Checkout führt.

Was Du weglassen kannst: erfundene Countdowns, künstliche Restplätze und fünf Kaufknöpfe hintereinander. Menschen spüren Druck und gehen. Eine echte Frist, etwa ein Einführungspreis bis zum Start, darfst Du nennen, wenn es sie wirklich gibt.

4. Zahlung und Zugang verbinden

Nach dem Klick auf den Kaufknopf passiert im Idealfall alles automatisch. Der Käufer bezahlt, bekommt seine Rechnung, erhält den Zugang zum Mitgliederbereich und eine Willkommensmail. Im E-Mail-Tool wird er als Käufer markiert, damit er keine Verkaufsmails mehr für den Kurs bekommt, den er schon hat.

Digistore24 oder Upay?

Digistore24 tritt als Wiederverkäufer auf und kümmert sich um Rechnungen und Umsatzsteuer. Dafür fällt pro Verkauf eine Gebühr an, und Du bekommst ein eingebautes Partnerprogramm dazu. Upay ist ein Checkout, den Du flexibel in Deine Seiten einbaust. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viel Du selbst in der Hand haben willst.

Der Test vor dem Start

Kaufe Deinen Kurs einmal selbst, mit einem Gutschein oder einem kleinen Testpreis. Kommt die Rechnung? Funktioniert der Zugang? Landet die Willkommensmail im Posteingang? Dieser eine Testkauf erspart Dir die meisten Pannen am Starttag.

5. Die E-Mail-Liste: Warum Kurse über Mails verkauft werden

Die wenigsten Menschen kaufen einen Kurs beim ersten Besuch. Sie wollen Dich erst kennenlernen. Deshalb führt der Weg meist über ein kostenloses Angebot, etwa einen Leitfaden, ein Webinar oder einen Online-Kongress. Wer sich dafür einträgt, landet auf Deiner Liste und liest von Dir, bis der Kurs zur richtigen Zeit kommt.

Als grobe Annahme kauft oder bucht etwa ein Prozent Deiner Liste pro Monat. Für zehn Verkäufe im Monat brauchst Du also rund 1.000 Menschen auf der Liste. Wie Du dorthin kommst, rechnet der Reichweiten-Rechner für Dein Ziel durch. Am schnellsten wächst eine Liste oft mit einem eigenen Online-Kongress. Wie Du Deine Liste von Anfang an aufbaust, steht im Ratgeber Newsletter aufbauen.

Wann ein automatischer Funnel sinnvoll ist

Ein Funnel ist eine feste Abfolge: kostenloses Angebot, einige Mails, die Dich und Dein Thema zeigen, dann das Angebot für den Kurs. Er lohnt sich, sobald regelmäßig neue Menschen auf Deine Liste kommen. Dann verkauft Dein Kurs auch in Wochen, in denen Du an etwas anderem arbeitest.

6. Fünf Gründe, warum ein fertiger Kurs nicht verkauft

  1. Unklar, für wen er ist. Die Seite spricht alle an und damit niemanden so, dass er sich erkennt.
  2. Die Seite beschreibt Inhalte statt Ergebnisse. Zwölf Module sagen wenig. Was danach anders ist, sagt viel.
  3. Der Kaufweg hakt. Ein Checkout, der auf dem Handy schwer zu bedienen ist, oder ein Zugang, der nicht ankommt.
  4. Es gibt keine Liste. Ohne Menschen, die Dich schon kennen, landet die Verkaufsseite im Leeren.
  5. Es gab nur einen Anlauf. Ein einziger Post oder eine einzige Mail erreicht die wenigsten zur richtigen Zeit.

7. Checkliste vor dem Start

  • Ein Satz, für wen der Kurs ist und was er verändert
  • Verkaufsseite mit Ergebnis, Inhalt, Stimmen, Preis und Fragen
  • Zahlungsanbieter eingerichtet, Rechnung geprüft
  • Mitgliederbereich mit Zugang nach dem Kauf
  • Willkommensmail und Markierung als Käufer im E-Mail-Tool
  • Testkauf auf dem Handy erfolgreich
  • Impressum, Datenschutz und Widerrufsbelehrung eingebunden
  • Mails an Deine Liste geplant, mehr als eine

Wenn Du es nicht allein bauen willst

Ich verbinde Verkaufsseite, Zahlung, Mitgliederbereich und E-Mail-Tool so, dass nach dem Kauf alles von selbst läuft. Zum Festpreis, nach einem kostenlosen Tech-Check.

  • Zahlung, E-Mail-Tool und Zugang verbinden890 €
  • Verkaufsseite für Deinen Kursab 1.900 €
  • E-Mail-Liste aufbauen1.900 €
  • Automatischer Verkaufs-Funnel2.900 €
  • Oder alles zusammen im Bundleim Tech-Check

Lass uns sprechen, wie ich Dir helfen kann und Dich auf Deinem Weg begleite.

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Häufige Fragen

Welche Plattform brauche ich, um einen Online-Kurs zu verkaufen?

Du brauchst drei Dinge: einen Zahlungsanbieter wie Digistore24 oder Upay, einen Mitgliederbereich für die Inhalte, zum Beispiel unseren hauseigenen, und ein E-Mail-Tool. Welche Kombination zu Dir passt, klären wir ganz individuell nach Deinen Bedürfnissen. Ich berate Dich dazu und begleite Dich auch bei der Einrichtung.

Brauche ich eine eigene Website, um einen Kurs zu verkaufen?

Für den Anfang reicht eine gute Verkaufsseite. Sie erklärt Deinen Kurs, beantwortet die Fragen Deiner Menschen und führt zum Kauf. Eine ganze Website lohnt sich, wenn Du mehrere Angebote hast oder über Google gefunden werden willst. Viele starten mit einer Verkaufsseite und bauen die Website später aus.

Wie viele Menschen brauche ich auf meiner Liste?

Als grobe Annahme kauft oder bucht etwa ein Prozent Deiner Liste pro Monat. Willst Du zehn Kurse im Monat verkaufen, brauchst Du also rund 1.000 Menschen auf der Liste. Wer schon auf Deiner Liste steht, zählt mit. Der Reichweiten-Rechner zeigt Dir das für Dein Ziel.

Digistore24 oder Upay: Was ist besser?

Digistore24 tritt als Wiederverkäufer auf und kümmert sich um Rechnungen und Umsatzsteuer, dafür fällt pro Verkauf eine Gebühr an. Außerdem bringt es ein eingebautes Partnerprogramm mit. Upay ist ein Checkout, den Du flexibel in Deine Seiten einbaust. Ich arbeite mit beiden und sage Dir im Tech-Check, was zu Deinem Kurs passt.

Was kostet es, das alles einrichten zu lassen?

Bei mir kostet eine Verkaufsseite für Deinen Kurs ab 1.900 €. Zahlung, E-Mail-Tool und Zugang zu verbinden kostet 890 €, eine E-Mail-Liste aufzubauen 1.900 € und ein automatischer Verkaufs-Funnel 2.900 €. Alles zusammen gibt es auch im Bundle. Den Festpreis für Dein Vorhaben bekommst Du nach dem kostenlosen Tech-Check.

Björn Fischer

Björn Fischer, Third Eye Studio. Seit 12 Jahren im Online-Business, über 70 begleitete Online-Kongresse, Anbieter bis in die Top 20 auf Digistore24 begleitet. Ich richte für Coaches, Heiler und Online-Akademien die Technik ein, mit der ihre Angebote verkaufen.